Essay

Abhandlung, die einen Gegenstand auf besondere Weise erörtert:
Der Eintrag im Großen Brockhaus aus dem Jahr 1983 hebt vor allem das Stilbewußtsein und die subjektive Formulierung (i. Ggs. zur wissenschaftl. Abhdlg.) und die breitere Anlage und den gedanklichen Anspruch (i. Ggs. zum journalist. Feuilleton) hervor. Der Essay sei auch oft von Philosophen genutzt worden, um den Fragmentcharakter ihrer Abhandlungen zu betonen, so der Brockhaus. (aus: Der Große Brockhaus, 1983)

 

 

Satire

Literaturgattung, die durch Spott, Ironie, Übertreibung best. Personen, Anschauungen, Ereignisse oder Zustände kritisieren oder verächtlich machen will. Die Satire ist nach Ansätzen in der griechischen Dichtung (Aristophanes) , wesentlich röm.-lat. Ursprungs (Lucilius, Horaz, Seneca). Während der Renaissance entstanden in allen europ. Nationen bedeutende Satiren (Don Quijote). Später folgten Autoren wie Poe, Swift, Defoe. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die soziale und politische Satire wieder stärker belebt (Immermann, Heine, Nestroy, Shaw, Gogol, Wedekind, Kraus, Brecht, Tucholsky, Kästner, Frisch, Dürrenmatt, u. a.). Die S.s ist auch wesentlicher Bestandteil des Kabaretts. (aus: Der Große Brockhaus, 1983)

 

 

Glosse

Knappe Meinungsäußerung, Kurzkommentar kritischer, zugleich oft feuilletonistischer Art. (aus: Der Große Brockhaus, 1983)

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